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Ausrichtung in der Meditation
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THEMA: Ausrichtung in der Meditation
#433
Ausrichtung in der Meditation 08.01.2010 19:35  
Hallo zusammen,
da Lars und meine Wenigkeit neulich die interessante Frage erörterten, warum man beim Meditieren Richtung Norden sitzen sollte, habe ich mir mal ein paar Gedanken gemacht...na ja, eigentlich Sachen, welche ich selbst mal so gelehrt bekam....

Also zunächst sollte man nur die sitzende Versenkung als Meditation benennen. Alles andere ist im Sinne des Yoga keine richtige Medi.
Die Meister raten dabei, sitzend im Lotus, Halblotus oder Schneidersitz (es geht aber auch ein Stuhl/Sessel) - Hautsache ist, dass der Rücken gerade gehalten wird (bzw. der "Bogen gespannt werden kann"). Das Gesicht sollte dabei beim Sonnenauf- und -untergang diesem zugewandt sein, ansonsten sollte man -insbesondere bei Nacht - mit dem Gesicht nach Norden sitzen.

Nun, warum ist das so?
Die einfachste Erklärung: Weil die Meister es sagen!
So!
Und gut!

Wer es doch etwas genauer möchte: Es hängt zum einen mit dem Erdmagnetismus zusammen, zum anderen mit den Prana-Strömen. Beide bedingen teilweise einander.

Wer einmal über die Sonne meditieren möchte, der wird irgendwann feststellen dürfen, dass die Strahlen der Sonne "röhrenförmig" sind. In diesen Röhren wird Prana zur Erde transportiert. Nun ist es jedoch so, dass diese Strahlen an der Erdatmosphäre gebrochen werden.
Diese Brechung ist im Morgengrauen und zur Abenddämmerung am geringsten, d.h. es kommt verstärkt Prana zur Erde.
In der Morgendämmerung kommt hilfreich hinzu, dass die Luftschichten (noch) nicht aufgeheizt sind, so dass jetzt am meisten Prana bis zum Erdboden -und somit zu uns- gelangen kann.
In der Abenddämmerung fallen diese Strahlen jedoch oft auf aufgeheizte Luftschichten, so dass Prana nicht mehr voll umfänglich durchkommt. Daher ist die Morgendämmerung der Abenddämmerung vorzuziehen.

Nehmen wir hierzu die Asana "Sonnengruss" als Beispiel, so wird auch hier deutlich: gegrüsst wird die aufgehende Sonne!
Warum?
Weil man den Ankommenden grüsst, nicht den Scheidenden!

Und warum nach Norden?
Nun, einerseits natürlich, weil eine heisse Sonne für den Körper an sich schon nicht gesund ist.
Andererseits aber richten wir nach Norden unseren Körper auch in Richtung der magnetischen Ströme - und somit der pranischen Ströme - aus. So kann durch die Medula Oblongata verstärkt pranisches Licht in unseren Körper gelangen. Durch das aufrechte Sitzen wird die Verbindung Erde/Himmel oder genauer der Erdung/höhere Sphären hergestellt, irgendwann die Schwerkraft umgekehrt (Körperkundalini und Co.).

Nehmen wir jetzt den Körper als geometrisches Gebilde, so stellt sich ein in richtiger Haltung Sitzender folgendermassen dar:
Füsse im Lotus/Halblotus/Schneidersitz: Ein Dreieck wird gebildet, Spitze zum Wurzelchakra.
Der Oberkörper Schultern/Hüfte bildet ebenfalls ein Dreieck in Richtung Wurzelchakra.
Der Kopf ist für sich ein extra Gebilde der Planetenkonstellation und entspricht wie diesen einem Ei oder Rundkörper.

Wird der "Bogen gespannt" (d.h. die Wirbelsäule wird als sog. Hohlkreuz abgebildet), so verkürzt sich der Shushumna-Kanal (Kundalini "Aufstiegskanal") und bildet eine "Art Rampe".
Prana kann so ungehindert in uns einfliessen, die Ausrichtung des Gesichts (6. Chakra/ 3. Auge) nach Norden, zwei Dreiecke mit der Spitze zueinander ohne sich zu durchdringen und dazu die geeignete Pranayama Technik: Ein androgynes Wesen mit "pulsarischem" Moment ist entstanden.

Na...bin ich vielleicht etwas abgeschweift...werde schon senil...
Mal zurück: Der Norden kommt laut den Rishis (Sehern) der Veden aber auch daher, dass das Göttliche anscheinend von Norden kam. Hier wird auf die Legende der Hyperboräer angespielt. Ein uraltes Volk, welches von einigen der Sagenwelt zugeordnet wird, von anderen der inneren Erde, von wieder anderen als Ausserirdische.
Die sog. etablierte Wissenschaft ignoriert Hinweise bislang. Jetzt dürft Ihr Euch selbst heraussuchen, was Euch am besten gefällt.

Soweit also meine geistigen Verirrungen hierzu.
Wem dies jetzt zu verworren war - macht nichts!
Haltet Euch einfach weiter an Euren Meister und tut es einfach!
Ach so....noch kein Meister?

Tut es trotzdem...vielleicht findet Ihr dann einen...

Euch noch ein schönes Wochenende
Woherwig
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#436
Aw: Ausrichtung in der Meditation 13.01.2010 16:06  
Hallo Woherwig

Danke für dieses Post!
Bis jetzt hab ich einfach immer so mediteirt wies mir grad einfiel.
Jetzt hab ich das mal zwei Tage so gemacht wie du es empfiehlst und es fühlt sich eindeutig besser, richtiger oder was auch immer an.

LG
Paul
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#437
Aw: Ausrichtung in der Meditation 16.01.2010 11:32  
Hallo Woherwig

Danke für die intressanten Informationen.
Eine Frage dazu habe ich noch.
Gilt das mit der Ausrichtung auch für die Asanas?

LG
Sarah
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#439
Aw: Ausrichtung in der Meditation 16.01.2010 13:16  
Hallo Sarah

Ja das kannst du auch auf die Asanas übertragen.
Nimm zum Beispiel "Pasimottanasana" übersetzt heißt das "untere westliche Dehnung". Wenn du dann bedenkst das traditionell meist morgens und nach Osten gerichtet geübt wird, hast du eine sehr klare Beschreibung dieser Übung.

Schönes Wochenende
Lars
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#441
Aw: Ausrichtung in der Meditation 18.01.2010 12:53  
Sarah schrieb:
Hallo Woherwig

Danke für die intressanten Informationen.
Eine Frage dazu habe ich noch.
Gilt das mit der Ausrichtung auch für die Asanas?

LG
Sarah


Hallo Sarah,
Lars hat ja die Antwort schon gegeben.

Doch die Ausrichtung gilt auch weiter im Leben: zum Beispiel beim Schlafen. Hier sollte der Kopf in Richtung Norden liegen, da dann der Schlaf eine andere (also bessere Qualität) erhalten wird.
Aus diesem Grund greift hier das chin. Feng Shui und das vedische Vasta grundlegend.
Gibt sehr viel Literatur darüber.

Interessierten Anfängern auf diessem Gebiet rate ich eher zur Lehre des Vasta. Einfach mal die Suchmaschinen orakeln...

Liebe Grüsse noch
Woherwig
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#442
Aw: Ausrichtung in der Meditation 18.01.2010 13:05  
Lars schrieb:
Hallo Sarah

Ja das kannst du auch auf die Asanas übertragen.
Nimm zum Beispiel "Pasimottanasana" übersetzt heißt das "untere westliche Dehnung". Wenn du dann bedenkst das traditionell meist morgens und nach Osten gerichtet geübt wird, hast du eine sehr klare Beschreibung dieser Übung.

Schönes Wochenende
Lars


Hallo Lars,

hm...da ich ja jetzt nicht gerade der Yogi schlechthin bin, welcher sich in Asanas gut auskennt (Shiva gab meinem Körper denn doch andere Attribute als den der Gelenkigkeit und Dehnbarkeit....), stellt sich mir folgende Frage:

"westliche Dehnung"..."das Gesicht nach Osten"...

Hm...wenn ich mich jetzt auf einem Punkt M meiner Matte befinde, das Gesicht nach Osten ausgerichtet, musss ich dann:

-das Gesicht streng auf der Linie des Punktes M führen, damit mein Körper sich wirklich nur nach Westen dehnt...

oder
-kann das Gesicht von dieser Linie abweichen und nach vorne (also gen Osten) gehen, damit der Körpermittelpunkt auf dem Punkt M (in etwa) bleibt?
Und wenn das gestattet ist/wäre: Was wäre dann bei der Übung an eventl. negativem zu befürchten?

-und was passiert letztendlich (mehr geistig..mental gemeint), wenn ich nach einem der oben vorgegebenen Richtlinien handle, sich mein Körper aber dann mehr unfreiwillig nach Süden oder Norden "dehnt", indem er dem Gesetz der Schwerkraft folgend einfach zur Seite stürzt, weil ich vor lauter Nachdenken nicht auf den sicheren Stand achtete?

Nun, sicher sind dies zum Teil vielleicht unsinnige Gedanken - doch was mag einem sonst in den Sinn kommen, wenn man von der westlichen Ausdehnung liest?

In diesem Sinne liebe Grüsse
Woherwig
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