Hallo zusammen,
vielleicht noch ein wenig mehr über Karma:
Den meisten ist Karma nur in bezug auf "Unrecht" ein Begriff, so wie Lars es ganz oben schon ausgedrückt hat. Doch "Karma" ist viel mehr. Nicht nur "Unrecht" gegen andere bildet Karma, sondern auch "Unrecht" gegen uns selbst.
Nun muß man jedoch den Begriff Unrecht zerpflücken... darf ihn nicht so verstehen, wie wir das Wort im Duden finden.
Was ist Unrecht gegen uns?
Unrecht gegen sich selbst begeht z.B., wer seinen Körper nicht achtet, indem er ihn überspannt: Freßsucht, Magersucht, Alkohol, Drogen, Geißelung, Selbstmord, Selbstverstümmelung, usw..
Doch dies sind grobe Aus- bzw. Einwirkungen auf das Karma. Es gibt noch viel subtilere.
Jeder Wunsch, jede Unterdrückung eines Gefühls, jedes nicht ausgelebte (im Sinne von überstandene) Ärgernis schafft Karma gegen uns selbst.
Jeder weiß sicher, daß ein Schock zu psychischen Problemen führen kann. Auch wer "den Ärger in sich hineinfrißt" kann eine Art Schock erleben - der Psychologe nennt es von der Depression bis hin sogar zur Schizophrenie.
Und Wünsche? Auch sie gestalten unser Leben.
Dazu mal ein Beispiel: Der einfache Wunsch des Essens, luxeriös betrachtet. Nehmen wir doch Neureich und Bettelarm; zwei ganz normale Menschen
Beide haben den Wunsch, einmal im Leben Hummer in Trüffelsauce zu essen. Neureich fackelt nicht lange, wählt das beste Restaurant der Stadt und erfüllt sich seinen Wunsch. Hat er Karma geschaffen? Nicht gegen sich. Er hat Teil am Kollektivkarma derer, die den Hummer getötet haben - mehr aber nicht.
Doch jetzt Bettelarm. Er träumt weiter von seinem Wunschessen. Jede Nacht auf der Parkbank zum Einschlafen, jeden Tag auf seiner Mülltour durch die Stadt. Er ist sich sicher...eines Tages...eines Tages wird er ihn sich erfüllen können...
Schafft er Karma? Ja - gegen sich. Denn jeder Wunsch (ja,
wirklich jeder!)
muß erfüllt werden, bevor der jeweilige Mensch befreit werden kann.
Und wenn Bettelarm sich diesen Wunsch nicht in diesem Leben erfüllen kann - dann halt im nächsten!
Wie ist das jetzt aber mit dem "inneren" Karma, welches durch Berührung eines Meisters gelöst werden kann?
Zunächst: Inneres Karma besteht in Verspannungen und energetischen Knoten, welche sich im Körper bilden, indem man z.B. alles "in sich hineinfrißt". Sorgen, Ängste, Neid, Eifersucht uvm. können dazu beitragen.
Deshalb auch immer der Rat der Weisen: Gehe gelassen durchs Leben, weder Freundschaft noch Feindschaft darf dich anfechten, weder Lob noch Tadel dein Inneres berühren. Aus diesem Grunde kommen uns große Yogies, Meister und Heilige oft etwas seltsam vor - doch es kommt immer auf den Standpunkt des Betrachters an.
Wenn nun ein Meister Energie an den Schüler weitergibt, lösen sich solche Verspannungen und helfen, den Energiefluß zu stabilisieren, zu erneuern oder in extremen Fällen sogar erst wieder "anzukurbeln".
Die Techniken des Kriya Yoga (aber auch des richtigen Kundalini-Yoga, des Tantra u.a.) sind darin besonders kraftvoll, auch ohne Energie-Übertragung des Meisters
bemerkt der neue Schüler bereits nach einer Woche diese Veränderungen (regelmäßiges Üben vorausgesetzt).
So werden also energetische Blockaden gelöst und "Karma" löst sich auf. Durch Fortsetzen einiger Übungen in Verbindung mit der Meditation lösen sich so immer größere karmische Reste (aus früherer Zeit und aus Vorleben) und Neuanlagen (aus den letzten Jahren) auf. Auch die sich bildende Wunschlosigkeit trägt dazu bei, vorhandene "eingelagerte" Wünsche aufzulösen.
Dazu kommt die Gnade von ES (IHM, Gott,wie auch immer man ES tituliert): Für jeden Schritt, den Du entgegenkommst, kommt er drei zu Dir.
Soweit zum Karma. Ein sehr komplexes Thema, daß man Seitenlang erläutern könnte. Deshalb hier abschließend der beste Leitsatz, um Karmabildung zu verhindern:
"Lebe in der Welt aber nicht von der Welt"
Liebe Grüße Euch allen
Woherwig