Mataji schrieb:
Hallo Woherwig, hallo Lars
Gestren hat mir jemand erklärt, tantrisch ausgerichte Yoga Richtungen würden stark Wert legen auf die Erweckung der Chakras und die eher klassisch orientierten Yoga Stile würden sich eher an Patanjali orientieren und das Erwecken der Chakras weniger stark bis gar nicht betonen, sondern davon ausgehen, dass wenn der Ruhezustand eintritt all das von selnbst geschieht.
Liege ich damit richtig?
LG
Mataji
Hallo Mataji,
nein, eigentlich beachten wirkliche tantrische Richtungen die Chakras gar nicht. Es wird zwar vom Wurzelchakra gesprochen, doch eben nur in Verbindung mit den dort befindlichen Regionen des Körpers und dessen, was sich eben dort abspielt.
Selbst vom 6. Chakra wird nicht gesprochen, "nur" vom dritten Auge.
Eigentliches Ziel des tantrischen Yoga ist die Überwindung der auf Sexualität ausgerichteten Sinne und die Vorbereitung des Körpers auf die Kundalini Energie. Um jedoch "Gefahren" des Aufstiegs zu vermeiden, wird der "Umweg" über die orgastische Energie (den kleinen Bruder der Schlange

) gewählt.
Aber klar - da hat Lars schon Recht - im Endeffekt gilt es, die Ganzheitlichkeit hervorzuheben.
Leider aber hat die besonders im WEsten sehr stark gelitten. Und da man, um immer genügend Umsatz zu haben, auch immer "up to date" sein muß, so wurden und werden bei westlichen Tantrawegen auch Chakrenarbeit, Kundalinierweckung und sonstiges "Geflöz" angeboten!
Nicht nur Sex sells: Auch alle aktuellen Schlagworte.
Fast alle Asanas des Hatha-Yoga haben letztendlich irgendwie mit den Chakren und der Kundalini zu tun.
Auch wenn es primär nicht gelehrt wurde.
Es gibt viele Arten, "Yoga" zu praktizieren. Die allein richtige ist nur jene, welche Du Selbst
jetzt praktizierst! Denn das ist diejenige, welche Dich eben jetzt anspricht.
Man sollte immer seinem Herzen folgen. Es wird Dich führen.
Liebe Grüße
Woherwig