Hm....vielleicht ist das ein oder andere für den Suchenden doch etwas verwirrend.
Nun, das ist immer die Gefahr des geschriebenen im Unterschied zum gesprochenen Wort - ersteres kann man in seiner Betonung und Auslegung nur ahnen; letzteres kann man nachfragen.
Betrachten wir es vielleciht einmal aus der Sicht des Suchenden (obwohl es dabei natürlich soviele Sichtweisen gibt wie es Suchende geben mag - oder ein paar mehr von ersteren...
Oftmal vermag der Suchende nicht zu akzeptieren, daß jemand größeres Wissen als er selbst besitzt - vor allem eine Art mystisches Wissen, von dem er keine Ahnung oder Erfahrung (was noch besser wäre!) hat. Viele lesen Theresa von Avila oder Meister Ekkhard und meinen damit, den Schlüssel zum HImmelreich zu besitzen.
Doch sie halten nicht einmal einen Dietrich in der Hand für ihre eigene Seele, geschweige denn einen Schlüssel für die höheren Welten!
Hier ist der negative Verstand der Führer, genaus wie bei jenen, die heute diese und morgen jene spirituelle Richtung "probieren" und dabei wie ein Schmetterling von Blüte zu blüte zu flattern - selbstverliebt in die eigene (scheinbare!) Schönheit.
Wer sich von (in) seinen Gedanken fangen läßt, ohne ergründen zu können, woher diese überhaupt kommen, ohne diese b e w u s s t steuern zu können, ohne ihr kommen und gehen verfolgen zu können - der sollte sich mehr nach innen wenden und weniger im Außen suchen.
Dies passiert aber nicht nur "frischen" Suchern - nein, auch fähige, "altgediente" Schüler und sogar Meister sind davor nicht gefeit.
Was nützt es, die Mystiker zu lesen, wenn man nicht ihre Einsamkeit, ihre Abrgründe und ihre SChrecken miterleben kann?
Was weis man schon von jemandem, nur weil man ihn liest, er einen anspricht?
Wie dornenreich sein Weg war und vielleicht noch ist? Wir wissen nichts, weil wir den Weg der Mystik (also auch des spirituellen ERwachens, des Pfads der Erleuchtung, etc) nciht verstehen. Wir erkennen (verstehen) nicht, woher jene Mystik kommt.
Wirkliches mystisches Wissen ist auch jeder Art wissenschaftlichen, intellektuellen und philosophischen Wissens weit überlegen.
Diese Welt ist voll von Wissen!
Wissen jeder Art!
Doch was nützt es uns?
Was nützt dem Suchenden auch das Wissen von jenem oder einem anderen Lehrer, solange er es nicht selbst erlebt hat?
Was der Suchende braucht, ist seine eigene, persönliche, einwärts gerichtete mystische Verzückung in seinem Innern!
Denn jeder sieht diese Welt anders!
Wirklich jeder!
Auch der Lehrer! - Jeder Lehrer!
Es gibt immer welche davon, die sich hier und dort herumtreiben. Sie machen ihre mystischen ERfahrungen, zeigen den Suchenden WEge auf und gehen dann ihren WEg weiter. Wer berufen ist, mag ihnen folgen - wer den Ruf nicht spürt, der wird einen anderen spüren!
Denn der eine Mystiker geht seinen WEg weiter (und damit aus den Augen der (seiner ihn begrenzt wahrgenommenen) Welt und an einer anderen Stelle kommt ein neuer Mystiker hervor.
Immer up to date und für die jeweilige Zeit passend.
Doch der Suchende muß seine eigene Spiritualität entdecken, fördern und ausbauen! Gerade mitten im Leben ist dies schwer, aber durchaus zu schaffen!
WEr anfängt, seinem Instinkt zu vertrauen, der wird im Laufe der Zeit seinen WEg finden.
Und keine Angst vor (eventuell) falschen Entscheidungen! Es gibt sie nicht!
Niemals!
Es gibt höchstens Umwege!
Und wer ist schon der mystische Lehrer, als das er dann sagen könnte, es wäre ein Umweg gewesen?
Vielleicht war es für diesen einen Suchenden gerade jetzt und hier der beste WEg, um noch jenes Fehlende dazulernen zu dürfen.
Denke immer daran! Lehrer (Mystiker) kommen und gehen mit dem Wandel der Zeiten - Du als Suchender,
Du bleibst!
Gehe also
Deinen Weg!
Nur Deinen!
Mögt Ihr alle Euren Weg in Liebe finden....
Woherwig