Hallo YogiOnTheWay,
YogiOnThe Way schrieb:
Hallo Woherwig,
vielen Dank für Dein Post. Wie schon so oft beweist Du einen angenehm weiten und toleranten Blick auf die Dinge. Auch wenn ich manchmal den Eindruck habe, dass Du mir eher den Mörtel aus der Mauer kratzt, als diese zu untermauern.
Nun, vielleicht tausche ich den Mörtel ja nur gegen Beton und Fugenmasse aus...Beton für mehr Stabilität und die Fugenmasse um mehr flexibilität zu erhalten.
Widerspruch? Nur scheinbar....
Du sagst, Kriya Yoga ist eine Wissenschaft. Wissenschaften sind sehr präzise. Man kann hier nicht einfach Dinge verändern, ohne das Ergebnis zu beeinflussen. Wo wäre dann der Sinn einer solchen Technik, wenn sich eine Änderung nicht auswirken würde?
Lass es mich an einem Beispiel erklären: Zwei Chemiestudenten bauen ein bestimmtes Experiment auf. Der eine Student hat ein super tolles Labor mit allem drum und dran, der andere hat leider nur bescheidene Mittel und kaum Ausstattung.
Der mit dem tollen Labor kann sofort in den Versuch gehen, er hatt alle Gefässe und chem. Ausgangsstoffe zur Verfügung.
Der Andere aber muss sich erst best. Ausgangsstoffe selbst herstellen, um überhaupt loslegen zu können. Und dann muss er das Experiment auf einem "Umweg" nachvollziehen, da ihm best. Laborgeräte nicht zur Verfügung stehen.
Beide vollziehen das Experiment - das Ergebnis ist das Gleiche - nur kommt der eine eben zu einer anderen Zeit zum Ziel.
War dann der "Umweg" des Einen wirklich sinnlos? Sicher nicht, denn er hat dadurch Erfahrungen gesammelt, welche der Andere nicht machen konnte. Was jetzt nicht heisst, dass er darüber (die Erfahrung)nicht verfügt.
Das "Experiment" sind die Kriyas; die Laborgeräte und chem. Ausgangsmittel sind der Körper und der Geist mit allen darin verhafteten Emotionen, karmischen Einlagerungen u.v.m.; der Student ist der Kriyaban.
Gerade deshalb ist Kriya Yoga eine Wissenschaft, nur dass es eben viele Experimente gibt, die zum Ergebnis führen - je nach Student.
Wenn wir hier von spiritueller Suche im Allgemeinen reden, oder Kriya einfach als Handeln übersetzen, dann stimme ich voll und ganz zu. Nicht aber, wenn wir von besagtem "Kriya-Yoga" reden. Nennen wir es mal einen bestimmten Pfad der Yogameditation.
Nun, jeder wird in seinem ehrlichen Bestreben, höheres Wissen zu erlangen, unterstützt. Unsichtbare Helfer sind zur Stelle und leiten jeden an - ohne aber in die freie Entscheidung des Menschen einzugreifen.
Auch Yogis wird geholfen - bevor diese Hilfe bemerken. Und so wird man - durch verschiedene äussere Umstände -zu einer Richtung geführt. Wie gesagt: Die freie Entscheidung bleibt dabei imemr noch...
Sorry, hier kann ich leider nicht folgen. Du meinst jetzt nicht den göttlichen Teil in uns selbst, mit dem wir uns wieder vereinen wollen?! Ich meinte wirklich persönlich. Warum musste Babaji 40 Jahre auf Lahiri Mahasaya warten, damit die jüngere Kriya-Yogageschichte ihren Lauf nehmen konnte, wenn doch heute mehrere "angebliche" Kriya-Yogis durch Visionen eingeweiht wurden? Das klingt für mich unlogisch.
Herzliche Grüße
YogiOnTheWay
Hm...auch Du triffst irgendwann "persönlich" den grossen Babaji...
Mit "persönlich" meine ich damit, dass Du Dich ab dann wirklich daran erinnern kannst, IHN getroffen zu haben und wie dies vonstatten ging.
Dann wird Dir auch wieder einfallen, dass Du schon oft - für kürzere Zeit - bei IHM warst.
Wie ich schon sagte: Yogananda hat sicher nicht alles in seinem Buch aufgeführt - ob er es wusste oder nicht, sei dahingestellt.
Über gewisse Dinge redet auch ein Meister zu seinem Schüler nicht immer - dies gilt für Sri Yukteswar zu Yogananda und sicher von Yogananda zu seinen Schülern, welche er durch ein Buch ansprechen würde, wenn er "persönlich" schon lange nicht mehr sein würde...
Was also ist "persönlich"?
Muss ich in Fleisch und Blut da sein, um "persönlich" zu sein?
Redest Du hier nicht "persönlich" mit "Woherwig" ohne diesen "persönlich" zu kennen? Vielleicht gibt es ihn ja so, wie er hier ist, gar nicht!?
Was also ist "persönlich"?
Wenn ich Dich jetzt verwirrt habe, dann tut es mir leid. Aber daran siehst Du, dass ich nicht wirklich etwas weiss...
Liebe Grüsse und einen schönen Sonntag
Woherwig